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Linux

letzte Änderung 14.10.2007

Linux Distributionen - kleiner Überblick



Als erstes sind sicher die beiden großen Distributionen Red Hat und SuSE zu nennen. Von beiden Firmen gibt es neben den "kleinen" Versionen für den privaten Gebrauch auch Enterprise-Versionen, die einen entsprechenden Support für Firmen enthalten. Mit der Übernahme der Nürnberger SUsE GmbH durch Novell hat sich openSUSE ein wenig verselbständigt. OpenSUSE würde ich jedoch für die privaten Nutzung der standard SUsE Version vorzuziehen.
Enterprise Versionen scheinen dem Stand der Technik hinterher zu hinken. Dies ergibt sich an dem Schwerpunkt ihrer Zusammenstellung. Im Gegensatz zum privaten Linux-Käufer streben Firmen nach einem zuverlässigen und längerfristigen Einsatz. Die Aktualität von Paketen muss sich hier klar unterordnen.

Bei der Entwicklung für den privaten Käufer/Anwender versuchen die großen Distributionen immer wieder die neuesten "Gags" sprich Versionen der Applikationspakete in den Ausgaben unter zu bringen. Dazu kommen Klickibunti-Installer, die es dem Anwender leicht machen sollen ein System aufzusetzen bzw. zu pflegen. Mir behagen solche großen Distributionen nicht besonders, da sie mich ähnlich bevormunden wie ein Microsoft-Windows und meist viel zu viel auf einen Rechner bzw. dessen Festplatte installieren.

Eine Super Alternative bietet sich mit

Debian Linux

Wenn man zum ersten Mal bei Debian vorbeischaut, mag einen die Startseite vielleicht verwirren. Die Debian Entwickler haben jedoch großes geleistet. Die Startseite ist mittlerweile ins Deutsche übersetzt und trotz der vielen Informationen, die sie bietet, recht übersichtlich geworden. Debian wird oft als "altbackenes" Linux dargestellt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass bei Debian die Stabilität des Systems im Vordergrund steht und Neuerungen deshalb nur zögerlich einfließen. Aber auch hier kann man als Debian Anwender zwischen den Paketquellen stable, testing und unstable wählen. Je nachdem ob man ein sehr stabiles System benötigt oder ein System mit den neuesten Software Releases haben möchte.

Debian ist für mich die erste Wahl, wenn es um eine Linux Distribution geht. Dafür gibt es ein Reihe von Gründen:

Mit dem Einsatz von Debian sind Zeitschriften CDs eigentlich ziemlich überflüssig!

Einen sehr guten Überblick über die gängigen Distributionen finden Sie unter DistroWatch. Hier gibt es neben der Top100 Liste auch täglich neue Informationen über kleine und große Distributionen.

Die sehr gute Debian Referenz ist auch in Deutsch online verfügbar.

Die Flexibilität von Debian hat viele andere bekannte (Ableger) Distributionen, wie z.B. Knoppix und Ubuntu hervorgebracht. Beide findet man häufig als Zugaben auf Zeitschriften-CDs. Ubuntu eignet sich hervorragend zur Installation auf Festplatte und zum einfachen Einstieg in die Debian-Welt.

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Ubuntu Linux

Visit Ubuntu.org

Ubuntu ist eine sehr anwenderfreundliche Distribution, die auf Debian aufsetzt. Sie ist mittlerweile so populär, das sie SuSE vom Platz eins der Distributionen verdrängt hat. Seit 2006 gibt es sie auch als Live-CD, mit der man sie bzw. ihre Verträglichkeit mit der eigenen Hardware testen kann. Mittels Installer kann man sie dann bei Gefallen auf das eigene System z.B. zusätzlich zu Windows installieren.

Ubuntu kommt standardmäßig mit dem Gnome Desktop. Dieser ist schön aufgeräumt, jedoch für Windows Umsteiger eher ungewohnt. Leichter für Umsteiger ist wahrscheinlich der KDE Desktop, der auch bei SuSE standardmäßig installiert wird. Für diesen gibt es den Ubuntu-Ableger Kubuntu.

Visit Xubuntu.org Ein weiterer Ableger ist Xubuntu mit dem XFce-Desktop. Das System stellt keine so hohen Anforderungen an die Hardware wie KDE oder Gnome. Mit Xubuntu kann man auch mit etwas betagteren Rechnern recht flott arbeiten.

Ubuntu und seine "Ableger" werden zweimal jährlich (normalerweise April und Oktober) herausgegeben und entsprechend durchnummeriert. So ist beispielsweise die Version 6.10 die Ausgabe von Oktober 2006 und 7.04 aus dem April 2007.

Ubuntu erzwingt das Arbeiten mit einem standard User Account. Für den User root gibt es kein Password und man kann Systemkommandos nur über sudo absetzen. Für unerfahrene Benutzer ist dies von Vorteil, weil man sich dadurch das System nich so leicht beschädigen kann.
Mit einem kleinen Trick kann man sich allerdings ein Password für den User root vergeben um im Notfall oder bei größeren Administrator Aufgaben eben doch auf der Kommandozeile als »root« arbeiten zu können. Mit sudo xterm öffnet man dazu eine shell als root. Dort kann man passwd ausführen und sich damit den user root »freischalten«
Für einige Aktionen, wie z.B. sudo oder die Aktualisierungsverwaltung ist nach wie vor das normale User Password notwendig. Das mag etwas verwirrend sein, aber man hat dafür die Möglichkeit sich auf einer Konsole als root einzuloggen.

Einen kompletten Upgrade von z.B. Ubuntu feisty auf Ubuntu gutsy kann man mit apt-get dist-upgrade durchführen. Unbedingt beachten sollte man dazu, dass das installierte System up-to-date ist, also vorher die letzten Updates nachinstallieren. Man darf/sollte auch keine Release überspringen! Dann braucht man nur noch in /etc/apt/sources.list alle Vorkommen von z.B. "feisty" durch "gutsy" ersetzen, dann apt-get update und anschließend apt-get dist-upgrade aufrufen.

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Spezielle Linux Varianten

Neben den bekannten, großen Distributionen gibt es eine Vielzahl von speziellen Linux Varianten. DistroWatch gibt einen aktuellen und guten Überblick über (fast) alle Linux Varianten. Hier finden Sie neben z.B. Puppy und Damm Small Linux, Varianten für besonders kleine Systeme und auch von USB-Stick bootbar, auch Versionen, die eigentlich gar kein Linux System mehr darstellen, sondern auf Spezialaufgaben wie z.B. DSL Router und Firewall (IPCop) oder NFS und CIFS Netzwerk Fileserver (FreeNAS) zugeschnitten sind.


Free BSD

Eine Besonderheit stellt das System der FreeBSD und dessen Ableger dar. Während alle Linux Distributionen unter die GNU Public License fallen und damit den Spielraum für kommerzielle Eigenentwicklingen beschränken, geht FreeBSD hier einen komplett anderen Weg. FreeBSD ist kein Linux Derivat. Es wurde von Grund auf neu entwickelt und ist für Anwendungsprogramme weitestgehend Binärcode-kompatibel mit Linux und anderen UNIX-like Systemen.

FreeBSD findet immer mehr Anhänger und dient sehr häufig als Basis für Entwicklungen von songenannten Appliances ... einfache Rechner für ganz bestimmte Aufgaben wie. z.B. Router, Firewalls und NAS-Server.


Solaris

Solaris ist eine Entwicklung der Firma SUN. Ursprünglich auf Basis von UNIX für die SUN eigenen CPUs geschrieben, hat es durch eine Solaris X86 Variante auch Anwender im AMD/Intel Bereich. Solaris hat sehr viele Anhänger im Bereich Forschung und Lehre, findet sich aber auch im Serverbetrieb von vielen Industrieunternehmen.

Die "freie" Variante OpenSolaris ist eine gute Möglichkeit sich mit diesem System vertraut zu machen.


Fazit:

Welche Linux Variante oder Distribution Sie letztendlich verwenden, ist mehr oder weniger "Geschmacksache". Die "perfekte Distribution" wird es wohl nicht geben.
Für den Einsteiger in Linux würde ich Ubuntu empfehlen. Speziell dann, wenn ein guter Internetanschluß mit Flatrate besteht. SuSE oder OpenSuse eignen sich auch als Einsteigersysteme recht gut und wenn eine entsprechende DVD Version vorliegt, ist die Installation schnell erledigt. Knoppix hat eine hervorragende Hardwareerkennung und eignet sich gut als Live-System und zum Testen oder zur Reparatur eines "defekten" Systems. Für eine Festplatteninstallation würde ich jedoch Ubuntu oder Kubuntu vorziehen ... vor allem weil das Grundsystem (Debian) bei beiden das gleiche ist.





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